Eine sehr interessante Frage. Viele verzagen dann. Aber dafür gibt es Lösungen-

So möchte der eine oder andere doch mal wissen, auf welchen Wochentag sein Geburtstag fällt oder an welchem Tag man geheiratet hat oder das Kind auf die Welt gekommen ist. Im allgemeinen bleiben bei vielen bestimmte persönliche Daten im Gedächtnis. Wenn nicht, gibt es verschiedene Möglichkeiten, es zu ermitteln, auf welchen Wochentag ein gewünschtes Datum fällt.

 Dies kann wie folgt ermitteln:

 a.   in rechnerischer Weise
 aa. eine favorisierte Vorgehensweise
 ab. Berechnung aus www.hilfreiche Tools.de
 ac. Formel nach Gauß
 b.  über Internet
 c.  über Rechenbefehl im Excel - Programm
 
 
a.  Man kann den Wochentag eines Datum in rechnerische Weise   ermitteln:
aa.  eine favorisierte Vorgehensweise, den Wochentag für ein bestimmtes Datum zu ermitteln.
 

Man merkt sich, dass sich die Konstellation eines Kalenderjahres alle 28 Jahre bzw. 56 und 84 Jahre wiederholen.

Beispiel: Das Jahr 2016 hat die gleiche Konstellation wie die Jahre 1988, 1960, 1932

und 1904. So war das Datum 16. Februar sowohl 1988, 1960, 1932 und 1904 auf einem Dienstag wie nun im Jahre 2016. Auch für Berechnung zukünftiger Daten ist dies anwendbar. So sind die Jahre 2044, 2072 identisch.

Eine weitere Möglichkeit ist, sich bestimmte Daten von öffentliche und persönliche Ereignisse (wie eigener Geburtstag, Prüfungen, Hochzeitstag) zu merken, wie z.B. Bundestagswahlen, Fußball - WM - Endspiele, die in der Regel auf einem Sonntag fallen. Bundestagswahlen fanden unter anderen statt am: 3.10.1976, 5.10.1980, 6.3.1983, 25.1.1987, 2.12.1990, 16.10.1994, 27.9.1998, 22.9.2002, 18.9.2005, 27.9.2009 und 22.9.2013 .

Als nächstes wäre es gut, zu wissen, wie die Tage innerhalb eines Kalenderjahres konstruiert sind. So sind in den Jahren, die kein Schaltjahr sind, die Wochentage in Januar und Oktober, in Februar, März und November, April und Juli, September und Dezember identisch. Im Jahr 2015 fielen somit der 1. Januar und der 1. Oktober auf einem Donnerstag, der 1. Februar, 1. März und 1. November auf einen Sonntag, der 1. April und 1. Juli auf einen Mittwoch und der 1.September und 1. Dezember auf einen Dienstag.

In Schaltjahren sind die Wochentage in den Monaten Januar, April und Juli, Februar und August, März und November, September und Dezember identisch.

Zudem fallen in den Schaltjahren wie 2016 die Daten in den Monaten März - Dezember genau auf den gleichen Wochentag wie in 5 Jahren davor, also bei 2016 wie im Jahr 2011. Zum Beispiel fällt der 1. März 2016 auf einen Dienstag, somit war der 1. März 2011 auch ein Dienstag.

Durch Berücksichtigung der einzelnen der oben genannten Merkmale bzw. durch Kombination der Merkmale kann man die Jahreszahlen in Verbindung bringen und danach durch Vor- und Rückwärtsrechnen den jeweiligen Wochentag ermitteln. Beim Vor- und Rückwärtsrechnen müssen allerdings die Schaltjahre berücksichtigt werden. Da muss man entweder 2 Tage weiter oder zurück rechnen. Will man wissen, auf welchen Wochentag das Datum 4. März 2017 fällt und man weiss, daß der 4. März 2015 auf einen Mittwoch fiel, so muss man 3 Tage weiterrechnen, obwohl es nur 2 Jahre sind mit dem Grund, daß 2016 ein Schaltjahr ist. Somit fällt der 4. März 2016 auf einen Freitag, der 4. März 2017 auf einen Samstag. Anzumerken sei, daß alle Jahreszahlen, die durch 4 teilbar sind, Schaltjahre sind. Ausgenommen davon sind jedoch die Monate Januar und Februar, dafür sind diese Monat im Folgejahr zu berücksichtigen.

Nun ein Beispiel:

Es soll der Wochentag für das Datum 8. Mai 1956 ermittelt werden.

Es wurde erwähnt, dass sich die Jahre alle 28, 56, 84 Jahre wiederholen. Addiert man zu 1956 also 56 Jahre hinzu, kommt man auf das Jahr 2011.

Zudem wurde erwähnt, dass die Wochentage bei Schaltjahre von März bis Dezember identisch sind wie bei den Daten in 5 Jahren zuvor. Zwischen 2016 - ein Schaltjahr und 2011 liegen 5 Jahre auseinander. In 2016 fällt der 08. Mai auf einen Sonntag. Somit war der 8. Mai 1956 auch ein Sonntag bzw. der Muttertag war 1956 auch der 8.Mai.

Der 2. Juni 1926 ?

1926 + 84 Jahre = 2010. - -- 2.Juni 2010 auf gleichen Wochentag wie 2.Juni 1926.
Nun also den Wochentag vom 2. Juni 2010 ermitteln:
 
Man kann nun von 2016 bis 2010 rückwärtsrechnen.
 
2.Juni 2016 fällt auf einem Donnerstag. (nachsehbar auf dem Kalender)
2. Juni 2015 auf einen Dienstag. (2 Tage zurück wegen Schaltjahr.)
2. Juni 2014 auf einen Montag
2. Juni 2013 auf einen Sonntag
2. Juni 2012 auf einen Samstag
2. Juni 2011 auf einen Donnerstag (2 Tage zurück wegen Schaltjahr)
2. Juni 2010 auf einen Mittwoch.

Somit fällt der 2. Juni 1926 auch auf einen Mittwoch.

Natürlich muss man ehrlich sagen, dass die unterschiedlich genannten Fakten kompliziert und unübersichtlich werden können und es an Übung gebraucht, um vor allem von älteren Daten die Wochentage ermitteln zu können.Wie schon erwähnt, ist es eine mögliche Vorgehensweise und ich selber davon profitiere, die Daten aus meinem Lebensraum gut im Gedächtnis habe. Natürlich gibt es einfachere Möglichkeiten, dies vor allem im jetzigen PC - und Internetzeitalter besser ermitteln zu können.

ab. aus www.hilfreiche Tools.de:

Wie kann ich ganz einfach den Wochentag im Kopf berechnen?

Der Wochentag zu jedem beliebigen Datum lässt sich mit einer ganz einfachen Rechenstrategie berechnen. Die Wochentagsberechnung ist sehr beliebt bei Kopfrechenwettkämpfen und Weltmeisterschaften. Zur Berechnung des Wochentages werden zunächst einmal fünf Komponenten benötigt, die im weiteren Text an einem Beispiel erläutert werden.

  • Tagesziffer
  • Monatsziffer
  • Jahresziffer
  • Jahrhundertziffer
  • Schaltjahreskorrektur

Für die Berechnung muss man den Begriff "modulo" kennen und anwenden können. Modulo, kurz mod. bezeichnet, benennt den Rest der Division zweier Zahlen. Zum Beispiel ist 15 modulo 7 = 1, denn die 1 bleibt übrig, wenn man 15 durch 7 teilt.

Möchte man nun zum Beispiel den Wochentag des 20.11.2011 berechnen, funktioniert das wie folgt.

1. Man nimmt das Jahr seit 1900 modulo 7, also im vorliegenden Fall: 2011-1900 = 111, 111 modulo 7 = 6.

2. Man nimmt einen Schaltjahresausgleich vor, d.h. man addiert den ganzzahligen Anteil von einem Viertel der Jahre seit 1900, was für das Beispiel die Rechnung 111:4 = 27 bedeutet und 27 mod. 7= 6.

3. Für den Monat merkt man sich die Monatszahlen, die wie folgt lauten:
Januar = 0, Februar = 3, März = 3
April = 6, Mai = 1, Juni = 4
Juli = 6, August = 2, September = 5
Oktober = 0, November = 3, Dezember = 5

Im Beispiel lautet die Monatszahl für November also 3. Wir addieren die 3 zu den übrigen Zahlen.

4. Wenn sich das Datum, für das man den Wochentag berechnen will, im Januar oder im Februar eines Schaltjahres befindet, zieht man noch die 1 ab. In unserem Beispiel ist das nicht notwendig, weil wir den Wochentag für einen Tag im November berechnen.

5. Jetzt wird einfach die Tageszahl addiert, die dem Tag im Monat entspricht. In unserem Beispiel addieren wir also die 20.

6. Jetzt nimmt man den Wert modulo 7 (für die Wochentage). Die Zahl, die herauskommt,bezeichnet den Wochentag.

Es steht die 0 für Sonntag, 1 für Montag, 2 für Dienstag, 3 für Mittwoch, 4 für Donnerstag, 5 für Freitag, 6 für Samstag.

Unsere Beispielrechnung im Überblick: 6+6+3+20 = 35 35 mod. 7 = 0. Der 20.11.2011 war also ein Sonntag

Nach Formel von Gauß:

Die Berechnung des Wochentages erfolgt nach folgender Formel:
Die Variablen haben folgende Bedeutung:
d
Tagesdatum (1 bis 31)
m
Monat gemäß unten angeführter Tabelle
y
Die beiden letzten Stellen der Jahreszahl, bei den Monaten Januar und Februar die letzten Stellen des Vorjahres (für Dez. 1907 also 7, für Jan 1900 dann 99)
c
Die beiden ersten Stellen der Jahreszahl, bei den Monaten Januar und Februar die ersten Stellen des Vorjahres (für Dez. 1907 also 19, für Jan 1900 dann 18)
w
Wochentag gemäß unten angeführter Tabelle


Der Monat m wird in julianischer Zählung angegeben, damit der Schaltmonat Februar mit seiner Unregelmäßigkeit am Ende des Jahres steht. Es ergibt sich folgende Tabelle:

Monat

März

April

Mai

Juni

Juli

August

September

Oktober

November

Dezember

Januar

Februar

m =

1

2

3

4

5

6

7

8

9

10

11

12

[2,6 m - 0,2] mod 7 =

2

5

0

3

5

1

4

6

2

4

0

3

Demzufolge währt ein Jahr von März bis Februar. Für die Monate Januar und Februar müssen die Variablen y und ggf. auch c um 1 vermindert werden, siehe Beispiele.

 Der Wochentag w ergibt sich nach folgender Tabelle:

0

1

2

3

4

5

6

Sonntag

Montag

Dienstag

Mittwoch

Donnerstag

Freitag

Samstag

Hinweise zur Berechnung[Bearbeiten]

  • Die eckige Klammer ist die Gaußklammer. Sie gibt die größte ganze Zahl kleiner oder gleich x an.
  • Mit mod wird die Modulo-Operation bezeichnet. Hier liefert sie den kleinsten positiven Rest beim Teilen durch 7. (Ist das Ergebnis negativ, so muss man 7 dazuaddieren, Beispiel: -19 mod 7 = -5 + 7 = 2.)

Für den 12. Januar 2006 muss z. B. die Variable y vermindert werden:

  d = 12
  m = 11
  y = 5
  c = 20
  A = 12 + [2.6*11 – 0.2] + 5 + [5/4] + [20/4] – 2*20
  A = 12 + 28 + 5 + 1 + 5 - 40
  A = 11
  w = 11 mod 7
  w = 4
  w entspricht Donnerstag

 Beim 12. Juni 2006 muss nicht vermindert werden:

  d = 12
  m = 4
  y = 6
  c = 20
  A = 12 + [2.6*4 – 0.2] + 6 + [6/4] + [20/4] – 2*20
  A = 12 + 10 + 6 + 1 + 5 - 40
  A = -6
  w = -6 mod 7
  w = 1
  w entspricht Montag
 
b. über Internet

Eine Möglichkeit, für ein Datum den richtigen Wochentag zu ermitteln, bietet die Internetseite IVZ-online.de. Auf dieser Seite muss man dann das Archiv anklicken.

Dort hat man Zugriff auf alle IVZ - Auslagen seit 1899. Beim Auswählen des Datums sieht man auch den angegeben Wochentag.

Dazu gibt es noch folgende Internetseiten, bei denen man nur das gewünschte Datum eintippen muß und diese dann den Wochentag berechnet:

  - www.topster.de - danach Wochentagsrechner anklicken

  - www.wochentage.com

c. Berechnung des Wochentages über das Tabellenbearbeitungsprogramm Ecxel:

In der obersten Leiste (Eingabe von Rechenbefehlen) für die gewünschte Zelle wie folgt eingeben: =WOCHENTAG(„datum“;2).

Als Ergebnisse werden die Ziffern 1- 7 erscheinen. Die - 1 - entspricht dem Montag, die 2 dem Dienstag, die 3 demMittwoch, die 4 dem Donnerstag, die 5 dem Freitag, die 6 dem Samstag und die 7 dem Sonntag.

 

 

 

 

 

 

 

Dies sind einige Möglichkeiten , für ein gewünschtes Datum den entsprechenden Wochentag ermitteln zu können. Vor allem lässt sich diese Fähigkeit nicht sofort aneignen, sondern durch einige Übung.

Von Norbert Tenberg geschrieben.

Weitere Tipps und Tricks gegen Einbrecher

Weitere Tipps und Tricks gegen Einbrecher:

Professionell vorgehende Täter planen grundsätzlich umfassender und genauer als die weniger professionellen.

Spontane Einbrüche werden nach Meinung der Polizei zumeist im Rahmen der Be­schaffungskriminalität begangen. Die Auswahl des eigentlichen Objekts erfolgt dann eher kurzfristig nach Situation und individuellem Empfinden.

Festzustellen bleibt: Täterverhalten ist niemals statisch, sondern passt sich zügig den Gegebenheiten an. Die Tatsache, dass fast die Hälfte der Täter an vorhande­nen technischen Sicherheitsvorkehrungen scheitert, sollte uns zu denken geben. Denn: nach wenigen Minuten gibt der Einbrecher auf!

Mit gegenseitiger Aufmerksamkeit und Hilfe gewinnt man selbst und alle Nachbarn deutlich an Sicherheit. Denn Nachbarn, die einander helfen, gibt es fast immer. In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher weniger Chancen, weil gefährden­de und verdächtige Situationen schneller bemerkt werden. Soll­en sich Personen ohne ersichtlichen Grund längere Zeit in der Nähe aufhalten, empfiehlt die Polizei, Nachbarn hinzuzuziehen oder die Polizei zu verständigen.

Einbrecher wollen nicht entdeckt werden. Sollte man jedoch einen Einbrecher be­merken, dann sollte man sich ihm keinesfalls in den Weg stellen. Den Helden zu spielen könnte schlimm ausgehen. Wenn man sich sein Aussehen einprägt und die Polizei verständigt, riskiert man keinen Angriff auf sich selbst. Unter der Notfallnummer 110 kann man jederzeit die Polizei um Hilfe ersuchen.

Jeder von uns weiß, dass man beim Weggehen Fenster schließen und Türen ab­schließen soll und dass ein überquellender Briefkasten Abwesenheit signalisiert. Und doch passiert es immer wieder, dass Einbrecher eine günstige Gelegenheit wahrnehmen und nutzen und Bewohner erschrocken vor dem bildlichen oder gar tatsächlichen Scherbenhaufen nach einem Einbruch stehen.

Sicher wohnen – Einbruchschutz

Sicher wohnen – Einbruchschutz

Nach wenigen Minuten gibt der Einbrecher auf!

Ibbenbüren. Ein Einbruch in den eigenen vier Wänden bedeutet für viele Menschen, ob jung oder alt, einen großen Schock. Dabei machen den Betroffenen die Verletzung der Privatsphäre, das verlorengegangene Sicherheitsgefühl oder auch schwer wiegende psychische Folgen häufig mehr zu schaffen als der rein materielle Schaden.

Dass man sich davor schützen kann, zeigt die Erfahrung der Polizei. Über ein Drittel der Einbrüche bleibt im Versuchsstadium stecken, nicht zuletzt wegen sicherungstechnischer Einrichtungen. Aber auch durch richtiges Verhalten und durch aufmerksame Nachbarn werden Einbrüche verhindert.

Die nachfolgenden Informationen sollen Ratschläge geben, wie man sich und sein Eigentum wirkungsvoll schützen kann. „Generation Bunt“ wird in lockerer Reihenfolge diese Tipps zu den verschiedensten Themen der Prävention veröffentlichen.

Eine beachtenswerte Studie von 2003, initiiert durch das Deutsche Forum für Kriminalprävention (DFK), Bonn hat ergeben, dass die Beachtung der Präventionsa­spekte Sicherheitstechnik, Verhalten und soziales Umfeld wesentlich dazu beitragen kann, das Risiko zu minimieren, Opfer eines Einbruchs zu werden.

In eher abgelegener Umgebung oder in Randlage liegende Häuser sind attraktiv für Täter. Viele Täter wollen das Risiko vermeiden, von Zeugen gesehen zu werden. Für Einbrecher spielt aber die Tatsache eine Rolle, dass das Einbruchsobjekt zur Tatzeit nicht bewohnt ist oder die Bewohner nicht zu Hause sind.

Einbrecher hoffen immer auf lohnende Beute und nutzen günstige Gelegenheiten wie schlecht gesicherte oder offen stehende Türen, Fenster oder ähnliches aus. Aber auch die Anonymität in Wohnanlagen kommt ihnen hier vielfach zugute. Nach polizeilicher Erfahrung sind die wenigsten Einbrecher gut ausgerüstete Profis; es handelt sich vielmehr meist um Gelegenheitstäter, die sich durch einfache, aber wirkungsvolle technische Sicherungen von ihren Absichten abhalten lassen.

Darum wirkt sichtbare Sicherungstechnik auf den Täter eher abschreckend. Denn diese bedeutet für den Täter eine längere Arbeitszeit. Je mehr Zeit benötigt wird, umso größer wird das Risiko dass er entdeckt wird.

Das Wissen um diese Tasache ist überaus nützlich, denn auch nachgerüstete Sicherungstechnik kann einen Täter so lange am Eindringen in das Objekt hindern, bis er aufgibt. Ist ein Objekt nur mit großem Zeitaufwand zu betreten, lassen Täter ab und suchen ein anderes, Erfolg versprechendes Objekt.

Professionell vorgehende Täter planen grundsätzlich umfassender und genauer als die weniger professionellen.

Spontane Einbrüche werden nach Meinung der Polizei zumeist im Rahmen der Be­schaffungskriminalität begangen. Die Auswahl des eigentlichen Objekts erfolgt dann eher kurzfristig nach Situation und individuellem Empfinden.

Festzustellen bleibt: Täterverhalten ist niemals statisch, sondern passt sich zügig den Gegebenheiten an. Die Tatsache, dass fast die Hälfte der Täter an vorhande­nen technischen Sicherheitsvorkehrungen scheitert, sollte uns zu denken geben.

Denn: nach wenigen Minuten gibt der Einbrecher auf!

Mit gegenseitiger Aufmerksamkeit und Hilfe gewinnt man und alle Nachbarn deut­lich an Sicherheit. Denn Nachbarn, die einander helfen, gibt es fast immer. In einer aufmerksamen Nachbarschaft haben Einbrecher weniger Chancen, weil gefährden­de und verdächtige Situationen schneller bemerkt werden. Soll­en sich Personen ohne ersichtlichen Grund längere Zeit in der Nähe aufhalten, empfiehlt die Polizei, Nachbarn hinzuzuziehen oder die Polizei zu verständigen.

Einbrecher wollen nicht entdeckt werden. Sollte man jedoch einen Einbrecher be­merken, dann sollte man sich ihm keinesfalls in den Weg stellen. Den Helden zu spielen könnte schlimm ausgehen. Wenn man sich sein Aussehen einprägt und die Polizei verständigt, riskiert man keinen Angriff auf sich selbst. Unter der Notfallnummer 110 kann man jederzeit die Polizei um Hilfe ersuchen.

Jeder von uns weiß, dass man beim Weggehen Fenster schließen und Türen ab­schließen soll und dass ein überquellender Briefkasten Abwesenheit signalisiert. Und doch passiert es immer wieder, dass Einbrecher eine günstige Gelegenheit wahrnehmen und nutzen und Bewohner erschrocken vor dem bildlichen oder gar tatsächlichen Scherbenhaufen nach einem Einbruch stehen.

Was viele nicht wissen: mehr als ein Drittel aller Einbrüche in Wohnungen und Häu­ser finden tagsüber statt. Die Annahme, dass Einbrecher nur einsam stehende Häuser aufsuchen ist falsch. Im privaten Bereich sind Wohnungen und Häuser, die leichte Einstiegsmöglichkeiten bieten, besonders gefährdet. Sobald sich Einbrecher ungestört fühlen können, suchen sie den einfachsten und schnellsten Zugang. Ge­wöhnliche Fenster und Türen lassen sich mit einfachen Mitteln innerhalb von Se­kunden öffnen. Ich verrate kein Geheimnis, wenn ich Ihnen sage, dass dazu oft be­reits ein einfacher Schraubendreher genügt.

Darum ist oberstes Gebot, Einbrüche zu erschweren und zu verhindern.

Bereits mit einfachen Verhaltensregeln wie dem Schließen der Fenster und ab­schließen der Wohnungstüren sollte begonnen werden. Auf Kipp stehende Fenster sind offene Fenster! Abschließbare Fenstergriffe allein bieten keinen Schutz. Es ist wichtig, alle gefährdeten Stellen zu schützen, z.B. auch die Scharnierseite einer Tür oder der Fenster.

Auch Aufstiegshilfen wie herumstehende Leitern, Mülleimer oder auch Gartenmöbel sollten aus der Zugriffsmöglichkeit von Einbrechern entfernt oder mit einer Kette ge­sichert werden.

Licht im Außenbereich, gekoppelt mit Bewegungsmeldern, schreckt ab, ersetzt aber nicht die technische Sicherung.

Rolläden sollten nur nachts herabgezogen sein, da sie sonst Abwesenheit signali­sieren. Gegen das Hochschieben sollten sie zusätzlich gesichert sein.

Einen besseren Schutz bietet auf jeden Fall die richtige Sicherungstechnik, denn: etwa ein drittel aller Einbruchsversuche scheitern an geeigneten Sicherheitsmaß­nahmen!

Sinnvolle Sicherheitseinrichtungen gibt es auch zum Nachrüsten. Dazu ist der Rat von Experten bei Sicherheitsfirmen, Versicherungen oder der Polizei überaus nütz­lich.

Hier noch einige Maßnahmen, die sich einfach anhören, deren Wirksamkeit sich jedoch durch Analysen von Täteraussagen belegt sind: ein zweiter Name an der Tür signalisiert die Anwesenheit mehrerer Personen, ein Hundeschild gut sichtbar angebracht schreckt ab, eine abgestellte Klingel kann keinen Bewohner herbeirufen, daher weiß man nicht, ob nicht doch jemand zu Hause ist,

Die kriminalpolizeilichen Beratungsstellen informieren kostenlos und neutral über sinnvolle Sicherungsmaßnahmen und bieten kostenlose Beratungen an.

Adressen erhalten Sie bei jeder Polizeidienststelle.

www.polizei-beratung.de

www.polizei-nrw.de

www.k-einbruch.de

 

Christine Kollmannspeger