"Vorher wird geübt“

„Ibb on Ice“ seit 2004 eine feste Institution in Ibbenbüren und mittlerweile weit über die Grenzen der Stadt und des Tecklenburger Landes bekannt. Der Umzug vom Neumarkt zum Rathausplatz im Jahr 2011 hat diesem Spektakel nicht geschadet. Weiterhin verbinden viele Attraktionen jung und alt mit diesem Event. Insbesondere das Eisstockschießen ist derart beliebt, dass im Laufe der Jahre die Anmeldungen weit über die Kapazitäten des Wettstreits hinausgingen.

Diese Sportart wurde erstmals aus Skandinavien im 13.Jahrhundert belegt, aus dem Alpenraum und Holland erst im16. Jahrhundert. Der Eisstock bestand aus einem Holzstamm mit einem Eisenring versehen, um eine optimale radiale Gewichtsverteilung zu bekommen. Der Boden wurde mit Wachs gleitfähig gemacht. Für Familien, Nachbarn und auch Dorfgemeinschaften war es anfänglich der einzige gemeinsame Freizeitausgleich im Winter.

Heute wird der Präzisionssport in der modernen Form 
als Freizeit- und auch Leistungssport von Regeln und
Vereinen geprägt und das nicht nur im Winter.
Der Eisstock  besteht heute aus Stiel und Stockkörper,
im Winter ist die Laufsohle aus Gummi und  zwischen 2.7
und 3.8 kg schwer.

 

 

In der Saison 2016/2017 haben sich weit mehr als 600 Mannschaften bei „Ibb on Ice“ für das Eisstockschießen angemeldet. Startplätze gab es aber nur für 480 Teams und diese waren innerhalb kurzer Zeit vergriffen. Der Beermann Cup übt zusätzlich noch einen großen Reiz auf den Wettkampf aus.

Namen wie: Bunga Bunga Bungalow; IbbCity Allstars; Eismäuse und viele andere Fantasienamen waren in diesen Monaten häufig zu hören.

Neu aufgenommen in der Saison 2016/2017 ist die „KELLER 4-Lattl-Tournee“. Das Ziel des Lattlschießens ist es, über dem Eis hängende Punktplättchen mit dem Eisstock zu treffen. Eine Mitarbeiterin von G-Bunt wollte gerne wissen, was die Faszination dieser Sportart ausmacht. Sie hat sich einer Gruppe des  “Keller 4-Lattl- Events“ angeschlossen.

„Ganz einfach“, so wurde ihr versichert, „du musst nur den Eisstock sauber auf die Bahn kriegen“.

Es sah auch einfach aus. Sie hatte sich den Ablauf genau angeschaut, also hat sie den Eisstock in die Hand genommen  und mit etwas Schwung auf die Eisfläche gebracht.

Naja, einfach geht anders!

Entweder war sie eine absolute Antisportlerin, oder das Gefühl für die Feinmotorik, sprich den Stock in einem entsprechenden Winkel auf die Bahn zu bekommen, fehlte ihr gänzlich. Bevor die Eisfläche durch ihre Versuche ruiniert werden konnte, hat sie sich dazu entschlossen, dem Treiben weiterhin als Zuschauerin beizuwohnen. Es bedarf schon einiger Übungsstunden, um sicher das Ziel zu erreichen und die fehlten ihr.

Der Spaß an dieser Sportart ist allerdings nicht zu übersehen und die Freude darüber, wenn dann auch noch Punkte geholt wurden, rundete alles ab. Vielleicht wird sie sich für ein kleines Turnier in der nächsten Saison anmelden, aber dann wird vorher geübt.

K.Moritz

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