Schloss Bückeburg

Die Schönsten Schlösser Norddeutschlands

Wer kennt es nicht das  „Schloss Bückeburg“.  Es ist ein Kleinod von besonderer Schönheit und Stammsitz des Hauses Schaumburg-Lippe, des bis 1918 regierenden Fürstenhauses des Landes Schaumburg-Lippe. Urkundlich erwähnt wurde die Gründung der Bückeburg erstmals im Jahre 1304, als  Graf Adolf VI. von Schauen und Holzstein-Pinneberg die Wasserburg Bückeburg erbauen ließ, um von hier aus die wichtige Handelsstraße Hellweg zu überwachen.

Anfangs bestand die Anlage lediglich aus einem Wehrturm und Wirtschaftsgebäuden, aber in nur vier Jahren wurde die ursprüngliche Wasserburg von Otto V in eine repräsentative, vierflügelige Schlossanlage im Stil der Weserrenaissance umgestaltet.

Ernst von Holstein-Schaumburg, Otto's Sohn, machte Bückeburg 1607 zu seiner Residenz und verlieh ihr Stadtrechte. Er verwandelte den von seinem Vater angelegten Garten in einen Renaissance Garten, der über die Grenzen hinaus berühmt war und immer noch ist. Mit dem Tod Otto V. war 1640 die männliche Linie der Grafen zu Holstein-Schaumburg ausgestorben. Das Schloss und Teile der Grafschaft Schaumburg kam an Graf Philipp, der die Linie Schaumburg-Lippe begründete.

Seines reformierten Glaubens wegen ließ Graf Philipp die Wände der Schlosskapelle komplett mit weißer Farbe übertünchen, weshalb die kunsthistorisch hoch bedeutsamen Freskenmalereien für Jahrhunderte unter dem Anstrich verschwanden. Im Jahre 1732 brannte in wenigen Stunden der Nord- und Südflügel des Haupt- gebäudes aus, wurde aber innerhalb eines Jahres wieder aufgebaut, was für damalige Verhältnisse rasant war. Bei dieser Gelegenheit ist gleich die Vergrößerung des geringen Platzes innerhalb des Walles vorgenommen worden, in dem der innere Schlossgraben mit Trümmerteilen verfüllt wurde.

Der neue Stil des jetzt wieder aufgebauten Schlosses war Barock und prägt bis heute das äußere Erscheinungsbild des Schlosses. Auch der Renaissance Garten musste einem Barockgarten weichen. Ab 1820 wurden in dem Park große Teiche angelegt, die bis zum heutigen Tag ein wertvolles Biotop für Amphibien und Wasservögel sind.

Der Schlosspark hat eine Größe von über 80 Hektar und umgibt das Schloss von allen Seiten. Unter  Fürst Adolf Georg wurden ab 1860 die Schlossräume renoviert, wobei auch die 1648 übertünchten Freskenmalereien wieder vollständig freigelegt wurden. Zwischen 1893 und 1893 entstand im Hauptteil des Anbaus der wunderschöne große Festsaal: 9 m Meter hoch, 12 Meter breit und fast 24 Meter lang.

Der im Februar 1883 geborene Adolf II. war der letzte regierende Fürst zu Schaumburg-Lippe, der im November 1918 abdankte.

Jahre zuvor gab er den Auftrag zum Bau des gewaltigen Mausoleums am Randedes Schlossparks, das zwischen 1911 bis 1915 errichtet wurde.

Es war der Beginn des Baues eines großen Museums- und Kunstareals in Bückeburg und Bad Eilsen, wovon diese Städte noch heute profitieren.

Das Mausoleum wurde aus Travertin und Obernkirchener Sandstein errichtet. Es ist 40 Meter hoch und 27 m breit ist. In 25 m Höhe befindet sich die größte Goldmosaikkuppel Europas mit einer Fläche von 500 qm. Der Engelfries enthält 1.400 Farbtöne.  Die Kosten für dieses Bauwerk beliefen sich auf 1 Million Goldmark, eine für damalige Zeiten immense Summe für ein Grabmal.

Der erste Weltkrieg verhinderte weitere Planungen und Bauten, aber bis zumheutigen Tag dient dieses gewaltige Gebäude mit seiner eigenen Parkanlage als Grablege der fürstlichen Familie.  Nachdem Fürst Adolf II  bei einem Flugzeugabsturz 1936 in Mexiko um's Leben  kam, wurde dessen Bruder  Wolrad bis zu seinem Tode am 15. Juni 1962 das neue Oberhaupt des Hauses Schaumburg-Lippe

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Fürst Wolrad hatte mit Bathilde, Fürstin zu Schaumburg-Lippe, vier Kinder.Der älteste Sohn Georg-Wilhelm sollte als Erbprinz nach dem Tode des Vaters die Leitung  des Hauses Schaumburg-Lippe übernehmen. Er kam aber im April 1945 in Sachsen ums Leben, so daß sein Bruder Philipp Ernst neuer Chef des Hauses Schaumburg-Lippe wurde.

Am 25.12.1958 wird  Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe als zweiter Sohn von Philipp Ernst zu Schaumburg-Lippe und dessen Ehefrau Eva-Benita geboren.

Er entstammt einem bis ins 1200 Jahrhundert zurückreichenden deutschen Hochadelsgeschlecht. Geschichte kann sich wiederholen: Wie bei seinem Vater wurde auch er als Zweit- geborener durch den tödlichen Motorradunfall seines älteren Bruders zum Erbprinzen und somit Nachfolger seines Vaters.

1993 wurde Fürst Alexander Generalbevollmächtigter der Fürstlichen Hofkammer Bückeburg, der privaten Vermögensverwaltung der Familie. Seither liegt die Verantwortung unter anderem für den Erhalt der Baudenkmäler im Zentrum seiner Aufgaben, wobei er auch noch verschiedene andere Posten bekleidet.

Als Schirmherr ist Fürst Alexander für mehrere deutsche und deutsch-israelische gemeinnützige Organisationen tätig. 2003 folgte er gemäß den traditionellen Richtlinien des Deutschen Adelsrechts- ausschusses als „Chef“ des Hauses Schaumburg-Lippe seinem Vater nach und ist seither der Tradition folgend als „Fürst zu Schaumburg-Lippe“ bekannt.

Fürst Alexander heiratete am 29.August1993 die attraktive, lebenslustige Prinzessin Marie-Louise, genannt „Lilly“, aus dem Hause Sayn-Wittgenstein-Berleburg. Diese Eheschließung zwischen zwei begüterten und angesehenen Häusern fand in  der Presse große Beachtung. Auch in den Folgejahren wurde oft und ausführlich in  der Regenbogenpresse  über das glamouröse Paar berichtet.

Trotz des am 13.Mai 1994 geborenen Sohnes, Heinrich-Donatus, hatte die Ehekeinen Bestand und wurde im Februar 2002 geschieden. Der Erbprinz blieb zunächst bei der Mutter, die im September 2003 eine neue Ehe mit dem griechischen Modedesigner Lambros Milona einging. Die gemeinsame Tochter kam im August 2005 zur Welt.

Fürst Alexander hatte nach der Scheidung eine länger andauernde Beziehung mit der Designerin Jette Joop. Diese Verbindung sorgte ebenfalls über Jahre hinweg für Berichte in der Regenbogenpresse. Nach der Trennung von Jette Joop zog sich Fürst Alexander über einen längeren Zeitraum aus der Öffentlichkeit zurück.

Als junge Juristin, 1975 in München geboren, saß die heutige Dr. Nadja Anna,Prinzessin zu Schaumburg-Lippe, über ihrer Doktorarbeit, als sie in der Presse auf einen interessanten Fall aufmerksam wurde, der sich damals am Rand der nord- deutschen Tiefebene zutrug.

Ein Adeliger, offenbar selbst Jurist, war in einen Rechtshändel verwickelt, bei dem es unter anderem um die Frage ging, ob ein Dritter ohne seine Zustimmung seinen Namen als (Domain)-Namen einer Internetseite verwenden da

Über diese Frage entwickelte sich etwa ein Jahr lang ein intensiver juristischer Dialog zwischen München und Bückeburg. Anlässlich eines Besuches von Fürst Alexander auf dem Münchner Oktoberfest lernte  sich das Paar erstmals persönlich kennen. Dass aus dieser Begegnung mehr wurde als reine Sympathie zeigt nicht nur die Verlobung  im Oktober 2006, sondern auch die Ende Juni 2007 erfolgte Hochzeit und die Geburt der zwei Töchter Felipa und Philomena.

 

 

Ute Achermann

 

 

Quellen: Wikipedia - Alexander zu Schaumburg-Lippe

Schloß Bückeburg – Biographie Fürst Alexander

Wikipedia - Schloß Bückeburg

Wirtschaftswoche, Mindener Tagblatt

Fotos: Wikipedia Ingo 28.02, Fotos: Wiokimedia cavador, Fotos: ndr

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