70 Jahre Currywurst

Herta Heuwer, die Berliner Mutter der „Kult-Wurst“

Geboren am 30. Juni 1913 in Königsberg, das heutige Kaliningrad, lebte sie nach zwei überstandenen Weltkriegen in Berlin.

Dort betrieb sie im Charlottenburger Zentrum einen Imbiss-Stand, in dem sie am 4. September 1949, eine  in Stücke geschnittene Bratwurst mit der von ihr kreierten „Chillup-Sauce“, (Wortmischung aus Chili und Ketchup) als Currywurst verkaufte. Was als Experiment begann, wurde Kult und war in aller Munde. 1959 ließ sie ihre Rezeptur der Sauce beim Münchener Patentamt registrieren.

Selbst Herbert Grönemeyer hat sie 1982 in einem seiner Lieder besungen: „Gehse inne Stadt, wat macht dich da satt: `ne  Currywurst“.

Bis heute ist nicht zweifelsfrei geklärt, wer genau die Currywurst erfunden hat. Gleich mehrere Städte bzw. Personen beanspruchen die Erfindung für sich.

Wobei bisher immer noch Berlin die Nase vorn hat. Die resolute Herta Heuwer  selbst soll behauptet haben: „Ick hab dat Patent, basta!“

Sie verstarb am 3. Juli 1999 in Berlin und nahm das Rezept ihrer Chillup-Sauce mit ins Grab. Im Jahr 2003 wurde eine Gedenktafel am ehemaligen Standort des Imbiss-Standes von Herta Heuwer, zu Ehren der vermeintlichen Schöpferin der „Kult-Wurst“, angebracht.

Das „Deutsche Currywurst-Museum“ nahe dem Checkpoint Charlie, welches sich knapp zehn Jahre der Geschichte der „Kult-Wurst“ gewidmet hatte, wurde 2018 geschlossen. Zum 70-jährigen Jubiläum hat die Staatliche Münze Berlin der Currywurst eine Gedenkmedaille gewidmet, zur Erinnerung an die Berliner Esskultur.

 

 

 

Gaby Schneuing

 

Bildquellen:

Herta Heuwer mit der Patenturkunde Ende der 1990iger, Bild: Archiv Böhme
https://www.currywurst-berlin.com/media//heuwer1.jpg

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/6/62/Herta_Heuwer-Gedenkmedaille.jpg/220px-Herta_Heuwer-Gedenkmedaille.jpg

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