„Erinnerungen an den Maler Gustav Künnemann“

Gustav Künnemann

Es ist schon lange her,... eigentlich schon fast vergessen. Aber auch nur fast. Da waren diese lebhaften Augen, das verschmitzte Lächeln, ein wissender Blick mit viel Menschenkenntnis und diese Haare. Schlohweiß, beinahe silbrig, nach hinten gekämmt – halt wie bei einem  Künstler. Ein sympathischer Mensch mit einem bemerkenswerten Talent. Er konnte malen dieser Gustav Künnemann. Ein  ganz einfacher und bescheidener Mann aus Westerkappeln hinterließ nach seinem Tod 1998 eine umfassende Sammlung an Gemälden, die nicht nur seine Heimat wiederspiegeln, sondern sein Talent weit über die Grenzen hinaus bekannt machten. Einige seiner Werke werden ab Juni diesen Jahres in den Räumlichkeiten des Ibbenbürener Stadtmuseums zu sehen sein. Pfingstsonntag ist um 15 Uhr die offizielle Eröffnung der Ausstellung. Bis zum Jahresende sollen 15 Exponate im Salon, Damen- sowie Herrenzimmer zu sehen sein und interessierte Kunstliebhaber können sich einen kleinen Einblick über Künnemanns Werk verschaffen. Heute wäre Gustav Künnemann 111 Jahre alt gewesen. Denn am 22. März 1906 kam er als viertes Kind einer Bergmannsfamilie in einer kleinen Bauerschaft mit Namen Metten in der Nähe von Westerkappeln zur Welt.

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Weihnachten in Russland

Einführung

Das Weihnachtfest steht vor der Tür. In ein paar Wochen dürfen wir auch schon ein Neues 2017 Jahr willkommen heißen. Und wie jedes Jahr wird in den Medien über die Sitten und Bräuche in anderen Ländern berichtet. Mal kurz, mal lang. So bin ich mir sicher, dass auch an mich die Frage  wieder gestellt wird, warum  wir in Russland   Weihnachten im Januar feiern und was die Feierlichkeiten um Silvester an sich haben. Seit 25 Jahren, die ich in Deutschland lebe, versuche ich, nicht an dieser Frage zu verzweifeln und  stets zu vermitteln, dass die Zeit ab dem 20. Dezember bis zum 14. Januar auch in Russland die besinnliche  und schönste Zeit des Jahres ist und bleibt…

 

Warum kommt Weihnachten nach Silvester in Russland?

Die russisch-orthodoxe Kirche legt Feiertage nach dem alten julianischen Kalender fest. Andere Kirchen haben neuere Kalender übernommen. So nutzen die römisch-katholische und die evangelische Kirche den vom Papst Gregor XIII. im Jahr 1582 eingeführten gregorianischen Kalender. Die Differenz zwischen dem alten julianischen und den neuen Kalendern beträgt derzeit 13 Tage. Deswegen feiert man Weihnachten in Russland nicht am 25. Dezember, sondern am 7. Januar (13 Tage später). 31 Dezember nach dem Julianischen Kalender ist genau der 13. Januar und so entstand "das alte Neue Jahr". Vor 1918 haben auch die Russen Weihnachten vor Silvester gefeiert. Nach der Oktoberrevolution 1917 durfte man Weihnachten, wie viele andere religiöse Feste, nicht mehr feiern. Viele Bräuche und Symbole wurden einfach zum Neujahresfest übernommen.

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Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland

Wer kennt sie nicht, Fontanes Ballade von dem „Herrn von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“ und seinen Birnen.Es gab ihn wirklich, diesen Adligen, der sich im 18. Jahrhundert als Gutsherr in ungewöhnlicher Weise um die Nöte seiner Untergebenen kümmerte.Dass er und Fontanes Ballade bis in die heutige Zeit hinein wirken, ist schon erstaunlich.

Zu Zeiten der DDR wurde das Schloss als Altenpflegeheim genutzt. Im Rahmen von Umbauten wurde im Treppenhaus ein großes Wandgemälde erstellt,das sich mit der Ballade beschäftigt, allerdings im Sinne der damaligen sozialistischen Ideologie. Das Bild ist noch heute zu sehen.Es besteht aus zwei Teilen,will zwei Epochen vorstellen, den Feudalismus und den Sozialismus.Im Vordergrund der Vertreter des Adels in einem prächtigen Barockgewand, groß, feist. In der rechten Hand eine Birne, die er stolz emporhebt, die er gleich selber genüsslich verzehren wird. Vor ihm zwei Kinder, Junge und Mädchen, schmal, fast ausgezehrt, halb kniend, vergeblich bittend. Im Hintergrund das Schloss, es verfällt; davor zwei Frauen, Großmutter und Mutter, und wieder zwei Kinder. Die schauen fröhlich zu den Frauen hin, denn von ihnen bekommen sie Birnen satt.Der Ribbecksche Urahn und Fontane würden beim Betrachten dieses Bildes wahrscheinlich ein wenig verwundert den Kopf schütteln.

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