„Friedensreiter“

„Friedensreiter“ in Osnabrück

Zum 64. Male nach dem 2. Weltkrieg fand in Osnabrück das „Friedensreiten“ statt.

Es ist ein Fest der Kinder. Sie sind die Hauptakteure und mit Begeisterung dabei. Kinder der 4.Klassen (Grund- und Förderschulen) ritten am 15. Oktober 2015 (der eigentliche Festtag ist der 25.Oktober, wegen der Herbstferien musste er  in diesem Jahre vorverlegt werden) mit ihren Steckenpferden von der Johanniskirche  durch die Altstadt zum Rathaus.

In den Schulen und unter Mithilfe der Eltern hatten die Kinder  Steckenpferde und  Papierhelme gebastelt. Die Papierhelme waren je nach Schule einheitlich bunt, die Pferde unterschiedlich farbig und  sehr  phantasievoll: es gab große und kleine , Rappen, Schimmel, Braune, Gelbe und Phantasiefarbene. Sie hatten große Augen und wilde Mähnen, die manchmal kunstvoll geflochten waren.

In diesem Jahr waren es 1 400 Mädchen und Jungen, die zum Rathaus strömten und das Friedenslied sangen.

„Wir reiten durch die Stadt
und singen für den Frieden“.
 
 

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"Friedensreiter"

„Friedensreiter“  aus dem Mauritius-Kindergarten bei den Senioren im Caritas-Wohnhaus

Anfang November  hatten die Senioren des Caritas-Wohnhauses Besuch, Besuch von „Friedensreitern“. Neun Kinder aus dem Mauritius-Kindergarten waren mit zwei Erzieherinnen gekommen. Der Zug in den großen Aufenthaltsraum, wo die Hausbewohner schon gespannt warteten, wurde von einem Mädchen mit einem Steckenpferd angeführt. Die anderen folgten mit ihren selbst gebastelten Laternen, „ Friedenslichtern“, Geschenke für die Hausbewohner. Auf jeder Laterne war  der Abdruck einer Kinderhand  zu sehen und ein Wort zu lesen. Die Erzieherinnen hatten  den Vier-  bis Fünfjährigen von den „Friedensreitern“  in Osnabrück erzählt, von dem langen schrecklichen Krieg und wie man dann mühsam und lange über den „Frieden“ verhandelte.

„Frieden“, kein einfaches Thema, und schon gar nicht für Vier– bis Fünfjährige. Aber sie streiten ja auch, und manchmal sehr heftig, und wissen  von da aus  auf ihre Art um „Frieden“ und  „Unfrieden“. Die Kinder  hatten  überlegt, was „Frieden“ für sie bedeuten könne. Dabei hatten  sie  Wörter, Begriffe gefunden, die auf den Laternen festgehalten waren. Die Erzieherinnen lasen die  Begriffe vor :

 

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"Almhütte"

Geschichten aus der Vergangenheit
Nach unserem Aufruf in der Tageszeitung erreichten die Redaktion von G-BUNT einige Geschichten, die aus der längst vergangenen, „guten alten“ Zeit stammen. Einige Leser haben sich zurückerinnert. Texte zum wiedererkennen, schmunzeln und erinnern: Wie war das noch mit.....?

Gisela Schmidtlein, geb. Kray, wurde 1927 in Ibbenbüren  geboren Damals 18jährig erlebte sie hautnah den Krieg. Jahre später schrieb sie auf, was sich damals ereignete. Zunächst wohnte sie damals mit ihren Eltern und Geschwistern in der "Almhütte" auf dem Dörenther Berg.

Zuvor hatte die Familie  in Brochterbeck in der Villa der Kalkwerke Lindner am Höhenweg gewohnt und seit etwa 1932 in Ibbenbüren „Am Weinberg“. Der Vater war Steinbildhauer. Er schuf im Jahr 1925 Skulpturen im Billerbecker Dom.

Unter anderem gestaltete er in Ibbenbüren das Hofkreuz beim Bauern Krüer in Dörenthe. Er pachtete um 1928 in Ibbenbüren einen Steinbruch und er hatte eine Werkstatt an der Laggenbecker Straße 4. Familie Kray hatte neun Kinder. Der Vater erbaute 1933 die Almhütte als Ausflugslokal. Um 1935 wurde das Haus erweitert und isoliert und die Familie zog dort ein. Hier nun der Rückblick mit den Aufzeichnungen von Gisela Schmidtlein:

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