Meinen Hass bekommt ihr nicht

Ein Satz des französischen Journalisten Antoine Leiris. Seine Frau Helene kam im November 2015 in Paris bei einem Attentat zu Tode. Meinen Hass bekommt „ihr“ nicht. Bekommen „sie“ etwas anderes?
Leiris postet über Facebook einen offenen Brief. An die Welt. Und an „sie“, die getötet haben.
„Ich weiß nicht, wer ihr seid, und ich will es nicht wissen. …. Wenn der Gott, für den ihr blind tötet, uns nach seinem Ebenbild geschaffen hat, dann muss jede Kugel, die den Körper meiner Frau getroffen hat, eine Wunde in sein Herz gerissen haben.

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Paula Modersohn-Becker

Am 20. November 1907 starb die Malerin Paula Modersohn-Becker mit einunddreißig Jahren in Worpswede, wenige Tage nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde.

Malen, das war ihr Leben.

Sie hatte bis dahin allerdings nur ein einziges Bild verkauft, verkauft an den Dichter Rainer Maria Rilke, den Freund; 50 Mark hatte es ihr eingebracht. Wer heute an die Künstlerkolonie Worpswede des ausgehenden 19. Jahrhunderts denkt, dem fällt sofort der Name dieser Malerin ein, Paula Modersohn-Becker. Die anderen zu der Zeit  sehr geschätzten Künstler sind jetzt weniger bekannt: Vogeler, Mackensen, Modersohn. 

Anders bei Paula, sie malte zwar, hatte aber damals keinen Namen als Malerin. Heute ist sie weltbekannt.

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Fichtensterben

Dieser Krimi ist anders , anders in mancherlei Hinsicht. Man muss lange warten, sehr lange, bis ein Mordfall offenkundig vorliegt. Dann allerdings überschlagen sich die Ereignisse, dann sind es keine räumlich und zeitlich weit auseinanderliegende Einzelfälle, dann ist es eine Serie, und Mörder und Motiv werden rasch klar.

Bis dahin, das heißt bis zum letzten Drittel, tappt der Leser weitgehend im Dunklen.

Menschen verschwinden, über Jahrzehnte hinweg, an verschiedenen Orten in Süd- oder Norddeutschland , mal auf dem Land, mal in der Stadt. Erst ist es eine Frau, von der man  bei der kurzen vorausgegangenen Charakterisierung denken muss, sie ist halt mit einem Liebhaber davongegangen, wie es auch der Ehemann nüchtern realistisch zu sehen scheint. Einzelpersonen verschwinden, Paare  verschwinden.   

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