Aktuelles



Dokumentationsstätte “Regierungsbunker“ Bad Neuenahr-Ahrweiler

Quelle:regbu.de/FotosKopf

Tief unter den Weinbergen des beschaulichen Ahrtals, etwa dreißig Kilometer südlich von Bonn, liegt ein Ort, den es offiziell gar nicht gab: der geheime Atombunker der Bundesregierung Deutschland . Jenes gewaltige Bauwerk aus 17,3 Kilometer Betonröhren war das streng gehütete Staatsgeheimnis Nummer Eins. Die Planungen hierzu reichen bis ins Jahr 1950 zurück.

 
 
Nach jahrelanger Standortsuche hatte man sich für zwei Eisenbahntunnel einer ehemaligen, nie fertiggestellten strategischen  Bahnlinie durch das Ahrgebirge entschieden.
 
 

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Schürzen

Schürzen? „Brauch' ich so gut wie gar nicht“, sagt die Hausfrau heute. Früher hatte sie im Schnitt sechs Schürzen im Schrank. Arbeitsschürzen und Schürzen zur Zierde.

Wann braucht man heute Schürzen?
Beim Grillen, Grillschürzen sind peppig, mit einem witzigen Bild oder Spruch versehen. Reinigungskräfte tragen Schürzen, Kittelschürzen. Schmied, Koch und Bäcker brauchen sie noch.

 

In Cafes oder Restaurants sieht man Bedienungen oft mit halblangen Schürzen. Und zum Dirndl gehört selbstverständlich die Dirndlschürze. Im Gesundheitswesen gibt es noch die Röntgenschürze, Ärzte und Krankenschwestern tragen Kittel, die mit der Kittelschürze verwandt sind. In Versandkatalogen und in der Werbung findet man die Schürze so gut wie gar nicht mehr.

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„Alltagsmenschen“ in Telgte

Telgte, Kleinstadt im Münsterland, Marienwallfahrtsort. Die Stadt hat das ganze Jahr über viele Gäste. Wenn im Frühsommer die große Wallfahrt aus dem Osnabrücker Raum stattfindet, kommen etwa achttausend Pilger für zwei Tage in den relativ kleinen Ort. Jetzt hat Telgte etwas, das zusätzlich eine Menge Besucher anzieht: Die Ausstellung „Alltagsmenschen“ (26. April bis 26. Juli 2015).

Die Künstlerin Christel Lechner aus Witten an der Ruhr zeigt in der Altstadt von Telgte zum zweiten Mal eine Auswahl ihrer „Alltagsmenschen“.

Die Standorte für die Skulpturen sind mit Bedacht,aber auch mit Witz ausgewählt: Auf dem Marktplatz präsentieren sich stolz die uniformierten Schützen mit ihren Frauen. In einem wunderschön begrünten Innenhof sitzt umgeben von Blumen eine Frau, Picknick. Auf der Verkehrsinsel einer Durchgangsstraße liegt eine Dame in Rot, „Ariadne“. Sogar auf einem Dach findet ein Mann  einen Platz.

Ein handlicher Flyer hilft dem Besucher, die Skulpturen  aufzufinden. Erstaunlich viele Menschen wollen die „Alltagsmenschen“ aus Beton sehen, machen sich mit dem Flyer in der Hand auf die Suche nach ihnen und haben offensichtlich Freude an den bunten, überlebensgroßen, schwergewichtigen Figuren.

 

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Fichtensterben

Dieser Krimi ist anders , anders in mancherlei Hinsicht. Man muss lange warten, sehr lange, bis ein Mordfall offenkundig vorliegt. Dann allerdings überschlagen sich die Ereignisse, dann sind es keine räumlich und zeitlich weit auseinanderliegende Einzelfälle, dann ist es eine Serie, und Mörder und Motiv werden rasch klar.

Bis dahin, das heißt bis zum letzten Drittel, tappt der Leser weitgehend im Dunklen.

Menschen verschwinden, über Jahrzehnte hinweg, an verschiedenen Orten in Süd- oder Norddeutschland , mal auf dem Land, mal in der Stadt. Erst ist es eine Frau, von der man  bei der kurzen vorausgegangenen Charakterisierung denken muss, sie ist halt mit einem Liebhaber davongegangen, wie es auch der Ehemann nüchtern realistisch zu sehen scheint. Einzelpersonen verschwinden, Paare  verschwinden.   

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„Die Mähmaschine“ von Günther Barlag aus Münster

Günther Barlag
Hintergrund-Information zum Aufsatz im Buch „Die Mähmaschine“
von Günther Barlag aus Münster
Das Buch behandelt Geschichten aus Ibbenbüren. Der Leitfaden, aber nicht die Hauptsache, ist eine moderne kanadische Mähmaschine, der ganze Stolz von Günters Opa, der eine kleine Landwirtschaft hat.
Günther schreibt das Buch so, als hätten er und Horst ihre Erlebnisse in Ibbenbüren dem Autor des Buches geschildert, dadurch vermeidet er die Ich-Form. Es wird klar, dass Adolf Hitler und der Nationalsozialismus vom Großvater und auch von Günther abgelehnt werden.
Bei Horst und Günther handelt es sich um zwei etwa 16 Jahre alte dicke Freunde. Horst ist der 2011 verstorbene bekannte Allgemeinarzt Dr. Horst Massing, An der Umfluth 6. Er war in Ibbenbüren sehr bekannt, man könnte ihn als Ibbenbürener Urgestein bezeichnen. Günther ist der Sohn vom Bestattungs-Unternehmer Moritz Barlag, Münsterstr. 56. Er ist der Buchautor und er lebt in Münster, ist weit über 80 Jahre alt und sehr heimatverbunden.

Werner Suer

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Marie ist absolut nicht abergläubisch

Als ihr Mann noch lebte, konnte Marie natürlich alle Entscheidungen, die sie treffen musste, mit ihm besprechen. Allerdings konnte es passieren, dass sie letztlich genau das Gegenteil von dem machte, was ihr Mann vorschlug. Das führte dann zu Diskussionen, in denen sie  immer wieder die Frage beantworten musste, weshalb sie ihn überhaupt gefragt habe.Für Marie war das ganz einfach,  wenn sie hörte, dass ihr Partner so oder so entscheiden würde, wusste sie oft, dass sie es so nicht wollte. Bis zuletzt konnte oder wollte ihr sonst so verständnisvoller Mann das nicht verstehen.Wie auch immer, natürlich standen gerade nach dem plötzlichen Tod ihres Mannes wichtige Entscheidungen an, die sie nun ohne seinen Rat treffen musste. So zum Beispiel ihr Umzug von Bielefeld nach Ibbenbüren. Und was machte Marie? Sie legte Patiencen und das gefiel ihr so gut, dass sie die Karten bis heute befragt.  Bevor sie beginnt, sagt sie sich, wenn die Karten aufgehen, mache ich dieses oder jenes, wenn nicht, lasse ich es.

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Ein Talent hat jeder

Die Drei von der Bachstraße

An diesem Morgen treffen die drei Freundinnen, aus verschiedenen Richtungen kommend, beinahe gleichzeitig in der Bachstraße ein. Erna ist ein wenig nachdenklich und fragt gleich nach der Begrüßung:

„Findet ihr, dass ich irgendein Talent habe?“

Otti schaut sie forschend an und meint:

„Aber sicher, du bist immer schon sehr geschickt im Handarbeiten gewesen. Du kannst   außerdem  wunderbar kochen und backen.“

Bertha hakt ein:

„Aber das ist doch kein Talent, das ist angeeignet. Kochen und backen kann doch jeder.“

„Ich nicht“, lacht Otti, „aber stimmt, ich hatte auch nie Lust dazu, es zu lernen.“

„Dafür kannst du wunderbar schreiben, Gedichte verfassen, sie gekonnt vortragen,  und andere nachmachen, wie eine Schauspielerin,  du hast also gleich mehrere Talente“,  sagt Erna traurig.

„Nun mach‘ sie nicht noch eingebildeter“, meint Bertha schmunzelnd, „und was ist mit mir, welche Talente habe ich?“

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Geschichten aus der Vergangenheit "Josef-Stift"

Nach unserem Aufruf in der Tageszeitung erreichten die Redaktion von G-BUNT einige Geschichten, die aus der längst vergangenen, „guten alten“ Zeit stammen. Einige Leser haben sich zurückerinnert. Texte zum wiedererkennen, schmunzeln und erinnern: Wie war das noch mit.....?

Eine wahre Geschichte aus der Zeit, als das Josef-Stift noch als Realschule bestand.

Es war im Jahre 1951. Ich war damals 11 Jahre alt und besuchte die Volksschule in Ibbenbüren-Lehen. Das Lernen fiel mir leicht und machte deshalb auch entsprechend Spaß. Die damalige Leiterin der Schule – Frau Maria Rode – war der Meinung, dass ich unbedingt von der Volksschule zum Josefstift wechseln und später  Lehrerin werden sollte. Dies hätte auch meinem Wunsch entsprochen. Der normale Zeitpunkt für einen Wechsel wäre schon ein Jahr früher gewesen; warum Frau Rode erst jetzt auf diese  Idee kam, weiß ich nicht.

 

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