Aktuelles



Christuskirche: Funzelnische „O schaurig ist´s durchs Moor zu gehen“

Früher war es in Ibbenbüren auch schaurig, nirgendwo strahlte ein Licht aus einem Fenster. Wie dem Knaben im Moor ging es bestimmt vielen Bürgern in der Stadt. Vor über 200 Jahren hatte Ibbenbüren 1500 Einwohner, keine befestigte Straße und schon gar keine Beleuchtung. Auch im Haus brannten nur Öl- und Tranfunzeln oder Talglichter, die selbst hergestellt wurden.

Die Kirche war der Mittelpunkt, drum herum war der Kirchhof. Er diente nicht nur als Begräbnisstätte, sondern war wichtiger sozialer Mittelpunkt der Gesellschaft. Ein Friedhof war manchmal Weide, Warenlager, Versammlungsort und Handelsplatz zugleich, er gehörte zum täglichen Leben dazu. Das Gräberfeld reichte von „Ledigs Anna“ bis zur „Kneipe am Kirchplatz“, und von der Kanalstraße, früher Kützelbach bis zum Planebach, der heutigen Brunnenstraße.

 

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Pflegestärkungsgesetz III

Die Pflegeversicherung wurde bereits mit dem Pflegestärkungsgesetz I und II auf neuen Kurs gebracht. Jetzt soll das Pflegestärkungsgesetz III (PSG III) die Neuerungen ganz und gar abrunden. Für alle Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen sollen die zur Verfügung stehenden Hilfen deutliche Verbesserung finden. Das PSG III ist bereits am 1. Januar 2017 -  für Pflegebedürftige ohne Behinderung - vollständig in Kraft getreten. Pflegebedürftige mit einer Behinderung, die in einer Einrichtung der Eingliederungshilfe leben und Versorgungsbezüge aus dem Bundesteilhabegesetz (BTHG) für sich beanspruchen, müssen bis zum vollständigen in Kraft treten des Gesetzes bis zum 1. Januar 2020 warten.

 

 

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„Wenn einer eine Reise tut...“

Vor kurzem machten Otti und Berta eine Reise nach Süddeutschland. Sie fuhren mit der Bahn von Ibbenbüren zu ihrer Freundin Gisela nach Wörth an der Isar. Erna konnte aus gesundheitlichen Gründen nicht mit. Zum Trost schickten ihr Berta und Otti regelmäßig Reiseberichte.

„Hallo Erna,

Otti und ich hoffen, dass Deine Sommergrippe im Abklingen ist und es bei Dir wieder vorangeht. Du bist sicher neugierig, wie unsere Reise so verlaufen ist. 

Fast möchte ich sagen, sei froh, dass das an Dir vorbeigegangen ist. Wenn man es auf der anderen Seite mit Humor nimmt, kommt man aus dem Lachen nicht mehr heraus. Die Anreise nach Wörth mit der Bahn war wie ein Stück aus einem Klamaukfilm!

Aber der Reihe nach.

 

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Ursprünge der Christuskirche/Christusplatz (Annette Bucken)

Aus einer Urkunde von 1348 geht hervor, dass die Kirche von Ibbenbüren um 799 von Karl dem Großen gegründet, mit dem Pfarrhof ausgestattet und von Papst Leo geweiht ist. Wahrscheinlich war der erste Kirchenbau aus Holz.

1492 vermerkte der Pfarrer Grest, dass das alte Kirchengebäude in baulich schlechtem Zustand war und weil man einen Einsturz befürchtete, wurde dass Gotteshaus abgerissen.

Erst 1523 wurde der Grundstein der heutigen Christuskirche gelegt, wie auf der Tafel unter der Sonnenuhr an der Südseite zu lesen ist. Nach zehn Jahren Bauzeit war die neue Kirche fertig. Der Vorgängerbau war kleiner, und er lag etwas nördlicher, also weiter zum Kirchplatz hin, wo heute noch uralte Grundmauern unter den Pflastersteinen zu finden sind.

Warum wurde die Kirche auf einer Erhöhung gebaut…

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Christuskirche (Reinhard Lohmeyer)

Es war einmal --- so beginnen eigentlich die guten alten Märchen. Dieses ist aber keines, sondern Geschichte, Entwicklung und Gegenwart der Stadt Ibbenbüren. Angefangen hat scheinbar alles mit einer kleinen „Insel“ – dem heutigen Christusplatz – der von zwei  Bächen umrahmt wurde. Auf der kleinen Anhöhe: eine Kirche und ein Friedhof. Die heutige Christuskirche und der zentrale Christusplatz sind daraus entstanden. Die Redaktion von Generation Bunt und einige freie Mitarbeiter haben hierzu Vergangenheit ausgegraben, Geschichte erlebt und dabei so manches Historische entdeckt. Die Serie beginnt zunächst mit der Geschichte der Christuskirche, ihrer Vergangenheit und Entwicklung. Nach diesem Exkurs, werden in lockerer Reihenfolge die Häuser und ihre Menschen rund um die Christuskirche/platz vorgestellt.

 

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„Erinnerungen an den Maler Gustav Künnemann“

Gustav Künnemann

Es ist schon lange her,... eigentlich schon fast vergessen. Aber auch nur fast. Da waren diese lebhaften Augen, das verschmitzte Lächeln, ein wissender Blick mit viel Menschenkenntnis und diese Haare. Schlohweiß, beinahe silbrig, nach hinten gekämmt – halt wie bei einem  Künstler. Ein sympathischer Mensch mit einem bemerkenswerten Talent. Er konnte malen dieser Gustav Künnemann. Ein  ganz einfacher und bescheidener Mann aus Westerkappeln hinterließ nach seinem Tod 1998 eine umfassende Sammlung an Gemälden, die nicht nur seine Heimat wiederspiegeln, sondern sein Talent weit über die Grenzen hinaus bekannt machten. Einige seiner Werke werden ab Juni diesen Jahres in den Räumlichkeiten des Ibbenbürener Stadtmuseums zu sehen sein. Pfingstsonntag ist um 15 Uhr die offizielle Eröffnung der Ausstellung. Bis zum Jahresende sollen 15 Exponate im Salon, Damen- sowie Herrenzimmer zu sehen sein und interessierte Kunstliebhaber können sich einen kleinen Einblick über Künnemanns Werk verschaffen. Heute wäre Gustav Künnemann 111 Jahre alt gewesen. Denn am 22. März 1906 kam er als viertes Kind einer Bergmannsfamilie in einer kleinen Bauerschaft mit Namen Metten in der Nähe von Westerkappeln zur Welt.

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„Na, will er nicht?“

Der Start in die neue Arbeitswoche beginnt an diesem Montagmorgen wider Erwarten dann doch recht geruhsam. In der Küche umschmeichelt der herzhafte Duft von frischem Kaffee die Nase. Und die Tageszeitung steckt auch pünktlich im Briefkasten. Von beiden flankiert, schmeckt das Honigbrötchen doppelt gut. Die Woche fängt ja gut an.

Fröhlich pfeiffend und voller Vorfreude auf den Arbeitstag schnappt sich der Mann alsbald seine Tasche, wirft sich mit elegantem Schwung in seine Karosse, um sich auf die Räder zur Arbeit zu machen. Kupplung getreten, Gang rein und dann am Zündschlüssel gedreht. Nun hätte eigentlich das sonore Brummen des Fünfzylinders ertönen müssen. Wie sonst immer. Doch der Motor gibt keinen Mucks von sich. Kein Krächzen des Anlassers ist zu hören, keine Umdrehung der Kurbelwelle zu bemerken. Das Auto verweigert standhaft seinen Dienst.

 

 

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Matthias Brandt: Raumpatrouille / Geschichten

Blick eines Erwachsenen zurück in seine Kindheit.

Matthias Brandt, jüngster Sohn von Ruth und Willy Brandt, erzählt von der Zeit, als sein Vater Regierender Bürgermeister von Berlin und später Bundeskanzler in Bonn war. Es ist eine besondere Art des Zurückblickens, keine Chronologie, keine Schönfärberei, keine Vorwürfe.

Es sind Bruchsteine, die nicht unbedingt immer ein geschlossenes Bild ergeben. Sie lassen das eine oder andere erahnen. Deutlich wird die Sehnsucht des Kindes nach Nähe, nach festen, bergenden Strukturen, nach Gesprächen, um Ängste abzubauen, nach bedingungslosem Vertrauen, nach Gemeinschaft, nach Geborgenheit. Die Realität ist anders, da ist viel Alleinsein.

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